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Verein Jugendberatung
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Vortrag über

Johann Heinrich Pestalozzi – der berühmteste Schweizer Pädagoge

von Chantal Secretan
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Jugendgewalt

Zusammenfassung zum Thema:

Jugendgewalt

  • Ihr Sohn kommt mit einem blauen Auge nach Hause. Hat er sich geprügelt? Wurde er verprügelt?
  • Ihre Tochter macht ihren Schulweg neuerdings immer alleine. Warum?
  • Ihre Kinder verbringen viel Zeit vor dem Computer. Was treiben sie dort?
  • Ihr Sohn kann stundenlang Hip-Hop hören. Was fasziniert ihn daran?
  • Ihre Tochter muss manchmal „noch schnell weg“, nachdem sie eine SMS erhalten hat. Wohin? Wen trifft sie, und was macht sie dort?

Immer häufiger müssen sich Eltern mit solchen Fragen befassen. Gewalt unter Kindern nimmt zu. Sie beginnt oft unmerklich und landet erst später in der Zeitung - unter der Rubrik Unglücksfälle und Verbrechen.

Was hilft?

1. Ursachen kennen

  • Unser Rechts- und Wertsystem ist angegriffen.
  • Die Erzieher sind durch falsche Theorien verunsichert. Viele geben aus Angst autoritär zu sein die Führung an ihre Kinder ab.
  • Als Folge leidet die Jugend an innerer Leere und an fehlendem Halt.
  • AGGRESSIVES VERHALTEN WIRD GELERNT!
  • Studien bewiesen: Fernsehen verleitet zu aggressivem Verhalten.
  • Killerspiele bringen unseren Kindern das Töten bei.
  • Achtung Musikszene: Hip-Hop ist eine Stilrichtung, deren Starfiguren Wut, Rück-sichtslosigkeit, Aggressionen und Menschenverachtung propagieren.
  • Drogen und Alkohol wirken als Verstärker für aggressives Verhalten.
  • Übersexualisierung verleitet Jugendliche zu Affekthandlungen.
  • Heimatlosigkeit und Entwurzelung breiten sich aus.
  • Über Kontakte zu gleichaltrigen findet eine soziale Ansteckung statt und es bilden sich immer häufiger Banden.

2. Vorbeugen und Stellung nehmen

  • Geborgenheit durch Beziehung, Verlässlichkeit und menschliche Wärme geben.
  • Für ein Klima gegenseitigen Vertrauens sorgen.
  • Einen ehrlichen Dialog führen. Sich Zeit fürs Gespräch nehmen.
  • Über ihre persönlichen Werte sprechen, sie begründen und als gültigen Massstab vertreten und einfordern.
  • Kein Ersparen von Versagungen und Enttäuschungen.
  • Die Gestaltung der Beziehungsabläufe nicht dem Kind überlassen.
  • Das kindliche Streben nach Unabhängigkeit fördern – und beaufsichtigen.
  • Früh zur Mithilfe im Alltag anleiten. Stärkung der Persönlichkeit durch das Leisten von konstruktiven Beiträgen für die Allgemeinheit.
  • Überwachen des Freizeitverhaltens.
  • Die Freizeit möglichst oft gemeinsam in der Familie gestalten.
  • Dem Kind helfen, ein sinnvolles Hobby zu entwickeln und seine Freizeit positiv zu gestalten. (Samariterverein, Jugendfeuerwehr, andere Vereine)
  • NEHMEN SIE KLAR STELLUNG ZUR GEWALT. DULDEN SIE KEINE GEWALT.
  • Anleiten, anspruchsvollere Wege der Konfliktlösung zu erlernen.
  • Kontrolle des Medienkonsums inklusive Musikszene und Begrenzen der wöchentlichen Medienzeit.
  • Sinnvolle, interessante und anregende Betätigungen in der Realität fördern.
  • Keine (gewalttätigen) Computerspiele. Keine Killerspiele!
  • Vermitteln Sie, was SIE unter Liebe verstehen - und leben Sie es vor. Lassen Sie keine unanständige Kleidung, kein aufreizendes Benehmen oder Machogehabe zu.

Bereiten Sie ihr Kind auf die Pflichten und Rechte vor, die es ab dem 18. Altersjahr als Bürger haben wird.

ES IST SCHNELLER SO WEIT ALS SIE DENKEN!

Befähigen Sie es deshalb, damit es später Verantwortung übernehmen und Sorge tragen kann für seine künftige Familie, seine Gemeinde, seine Heimat.

Buchempfehlung: Alfred Burger, Eliane Gautschi, „Jugend und Gewalt, Verl. Zeit-Fragen, Zürich, 2011

© Dr. Elisabeth Nussbaumer, Zezikon

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