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Vortrag über

Johann Heinrich Pestalozzi – der berühmteste Schweizer Pädagoge

von Chantal Secretan
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Elternliebe, was ist das wirklich

Elternliebe - Was ist das wirklich?

Manchmal klagen liebevolle Eltern:

  • Wir lieben unsere Kinder, aber sie hören nicht auf uns.
  • Wir ermöglichen unseren Kindern vieles: Fussball, Reiten, Klavierunterricht, Kunstturnen, Tanzen, aber sie sind nicht dankbar.
  • Wenn wir etwas von ihnen wollen, sagen sie oft nein – oder sie sage ja und tun es dann doch nicht. 

Warum ist das so?

Falsch verstandene Theorien über das Kind und die Erziehung verunsichern viele Eltern.

Irrtum 1: „Frustrationen vermeiden“

Weil die erste Beziehung des Kindes Grundstein für seine Persönlichkeit ist, sollte die Eltern-Kind-Beziehung immer harmonisch und die Kinder zufrieden sein.

Folge: Eltern richten sich oft nach dem Kind und seinen Wünschen. Sie versuchen, alle Bedürfnisse sofort zu befriedigen und alle Wünsche zu erfüllen. Das Kind bekommt eine unrealistische Vorstellung vom Leben und von der Welt. Es wird anspruchsvoll und ist oft enttäuscht. Es ist seinen kindlichen Irrtümern und Stimmungen überlassen.

Richtig: 
Babys und Kleinkinder brauchen zuverlässige Fürsorge. Ist diese grundsätzlich gegeben, schaden Enttäuschungen oder Frustrationen nicht. Sie bereiten auf eine realistische Sicht der Welt vor. 

Irrtum 2: „Kinder müssen sich eigenständig entwickeln“

Wenn sich Kinder bei den Eltern sicher und geborgen fühlen, entfalten sie ihre Persönlichkeit von selbst. Sie brauchen Freiräume. Sie wollen die Welt entdecken und selbst bestimmen, was sie lernen. (Yes we can!)

Folge: Ohne sichere Führung durch die Erzieher sind Kinder ihren Irrtümern und den Gefahren des sozialen Umfeldes schutzlos ausgeliefert. Was sie in ihrer Unerfahrenheit an Verhaltensweisen und Einstellungen entwickeln, kann sich früher oder später als unbrauchbar herausstellen. Es kann das Gelingen des weiteren Lebensweges gefährden. Kinder probieren aus und lernen dabei. Unbewusst oder bewusst beobachten sie in der Beziehung zu uns, wie wir reagieren: ob wir unsicher sind, uns zuwenden, bemühen, rechtfertigen, ärgern, Mitleid haben usw. Sie realisieren unsere unausgesprochenen Emotionen und richten ihr Verhalten danach. Deshalb:

Richtig: 

Kinder und Jugendliche brauchen Eltern, welche ihre Aktivität beobachten, sie im Alltag begleiten, ihnen Anleitung und Führung geben, damit sie das Richtige lernen. Sie sind darauf angewiesen, korrigiert zu werden, wenn sie etwas Falsches einüben, Kinder müssen unbedingt lernen, auf ihre Eltern zu hören. GUTE BINDUNG BEDEUTET, DASS SICH DAS KIND ETWAS SAGEN LÄSST.

Gute Erziehung bereitet auf die zukünftigen Aufgaben des Lebens vor. Sie bejaht das Kind als Person, gibt ihm Orientierung und Halt indem sie anleitet, fördert und fordert. Erzieher tun gut daran, im Kinde den zukünftigen Erwachsenen zu sehen, den Familienvater, die Mutter, den Bürger, der fähig ist, Verantwortung im Beruf zu tragen und zum allgemeinen Wohl beizutragen. 

© Dr. Elisabeth Nussbaumer, Zezikon

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